APRIL 2013:

Gibson SG Special

 

Nicht einschlafen, meine Herren… auch Sie da hinten mit der Brille… jaja, ich weiß, schon wieder eine Gibson SG, und wieder mit Blitzen. Diesmal geht´s aber nicht um die hier bekannte AC/DC-fizierung, sondern um ein „Headstock-Customizing“, heißt: die kleine Gibson-Kopfplatte soll sich in die große „Custom“-Kopfplatte verwandeln.

Also bitte… schön aufgeweckt bleiben.

Gibson Headstock ist nicht gleich Gibson Headstock, die Unterschiede sind in der Größe und im Overlay zu verzeichnen. Kurzer Unterricht:

„Special“-Serie: kleine Kopfplatte, Overlay mit aufgesiebtem Logo.

„Standard“-Serie: kleine Kopfplatte, Overlay mit Gibson- und Crown-Inlay aus Perlmutt.

„Custom“-Serie: große Kopfplatte mit Binding, Overlay mit Gibson- und Split-Diamond-Inlay aus Perlmutt.

Als Gitarre haben wir hier wieder eine gute SG-Special und wollen daraus eine Custom machen, und zwar eine, die es noch gar nicht gibt… Kundenwunsch… und sowas mag ich. Nachdem die Mother-of-Pearl-Inlays von Andreas Rall gemacht sind, mach ich mich an den Hals. Der soll nämlich auch noch schmäler werden, wünscht sich der Kunde, also fräse ich grob die Breite zu, fräse und montiere das Binding und forme dann letztlich das Halsprofil. Das sind schon mal ein paar Stunden Arbeit.


Jetzt kommt aber das eigentliche Thema des Monats: die Kopfplatte vergrößern. Overlays gibt es offiziell als Reparatur-Teil zu kaufen, also her damit und angefangen: Altes Overlay mit viel Wärme abziehen, Kopfplatte eckig zuschneiden und Mahagoni-Leisten anleimen, auf Dicke hobeln und schleifen. Dann zeichnen wir (naja, eigentlich bin ich ja hier alleine…) also zeichne ich das große, neue, sowieso viel schönere Custom-Overlay an. Dann säge ich das an der Bandsäge zu. Dann... ooch, das schreibt sich alles so schwer… und da hinten ist doch schon wieder einer eingeschlafen, hallo Sie! Mei o mei…. ich zeig euch einfach die Bilder, ha?

Na, habt ihr´s gesehen? Gut, dann bis zur näxten Axt.