Oktober 2012:

Hagstrom, Kontrabass, Owens Resonator-Gitarre

 

Diesen Monat gibt es einen Misch-Masch-Bericht über verschiedene Reparaturen, denn ich hab´ nicht jedes Mal die Hammer-Sensation. Aber das Ergebnis ist bekanntermassen mehr als die Summer seiner Teile... und vielleicht habe ich im November endlich die echte 59er Sunburst, in die sich der Kunde ein Floyd Rose hineinwünscht!?

 

Angefangen mit einer ehrwürdigen Hagstrom Viking II - Kunde heißt Stoppok - die einfach ein abgebrochenes Poti hatte und einen Rundum-Service brauchte. Beim Arbeiten legte ich die Lala-Land CD des Meisters ein, um seine Energie quasi aufzusaugen und somit wieder direkt in die Gitarre... ach, ihr wisst schon... nicht umsonst heiße ich MOJO-Instruments. In diesem Falle bekam er sein eigenes MOJO zurück... ob er´s gemerkt hat, als er mit Herwig Mitteregger gejammt hat?

Dann hatte ich da einen Kontrabass der Firma "Benzin", eine Band aus Augsburg. Ich weiß nicht, ob die das Gerät einsetzen, aber es ist ihnen zuzutrauen.

Das Instrument ist von der Marke "guter Kontrabass zu verkaufen", also eher aus Fernost und so wundert es niemand, daß da mal das Griffbrett buchstäblich abgefallen ist. Bei der Gelegenheit stellen wir auch gleich fest, daß es sich nicht um Ebenholz handelt, sondern... sondern... uff, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es eingeschwärzt, damit es wie Ebenholz aussieht. Egal, wir wollen ein bespielbares Instrument daraus machen, also: Klebereste mit der Ziehklinge entfernen, Griffbrett wieder aufleimen, leicht retuschieren, bisschen schleifen, polieren.. schon basst es wieder.

Schlussendlich führe ich noch eine Owens Resonator-Gitarre an. Sehr interessant, Resos habe ich nicht oft und eine wie diese, mit P90 und Piezo-PU, sieht man auch selten.

Schwer wie Sau, Saitenlage eher auf Sliding eingestellt, Elektronik mit internem Akku versorgt. Der Besitzer möchte deshalb eine praktische Lösung, ein von aussen zugängliches E-Fach haben, da der Cone jedesmal ausgebaut werden musste, wenn man an den Strom wollte.

O.K. dachte ich, das sollte nicht schwer sein, in das bisschen Blech mit der Dreml-Flex einen Ausschnitt zu sägen. Doch ich habe 3 Flex-Scheiben verbraucht, denn das Metall ist 3 mm (!) dick, kein Wunder, daß die so schwer ist!

Letztendlich gelang die Aktion, der Rest wie Sattel-Wechsel, Bünde-Abrichten etc. war Routine.