MOJO Jet - die Rhythmus-Gitarre

MOJO Mal-Jet

 

Wenn der geneigte Leser sich für diese Gitarre interessiert, hat er sicher schon mal was von AC/DC gehört. Eine Rock-Band die mit grandios simplen Riffs begeistern kann und mich hat genau das vor vielen Jahren erwischt.

Und deshalb ist es auch die Rhythmus-Gitarre von Malcolm Young, die so faszinierend ist. Nicht so leicht zu entdecken, vor lauter Angus, Whole Lotta Rosie und Piff Paff Puff, aber das wichtigste Element bei dieser Musik ist der Groove.

 

Ich habe viel Zeit in verschiedenen AC/DC-Tribute-Bands verbracht, mal die Angus-Rolle, mal die von Malcolm, aber der beste Job war immer die Rhythmus-Gitarre. (Nicht zu vergessen: auch Angus spielt 80% Rhythmus!)

 

 

Malcolm´s Sound   +++   Erkenntnisse

 

Angefangen mit günstigen Synchromatic- und Electromatic-Gerätschaften haben wir ACDC-Cover-Musiker doch sehr schnell festgestellt, daß das alles ganz anders sein muss...

 

Zuerst Filtertrons reingezimmert, aha.... besser. Dann Brücke und Saitenhalter gewechselt... so kann man schon einen überzeugenden Malcolm-Sound auf die Beine stellen.... Daraufhin hat sich der Kollege an der Rhythmusklampfe die Gretsch Malcolm Young I besorgt und wir haben doch glatt gedacht, wir seien angekommen. Weit gefehlt...

 

Die Gretsch Malcolm Young I und II (wird nicht mehr hergestellt) ist genau genommen eine Solidbody mit massiver Ahorndecke handelt, es gibt aber großzügige Hohlkammern. Mit der Badass-Bridge hat das Dingens auch ein sagenhaftes Sustain... eine richtig gute Gitarre, möchte man sagen.

Doch als ich eine originale 64er Duo Jet in der Hand hielt und den ersten Akkord schlug, hat es mir die Augen geöffnet. Das ist eine lupenreine Hollowbody, und wenn man so einer alten Dame in den Ausschnitt guckt, erschreckt man sich halb zu Tode und fragt sich, wie so ein Klappergestell 12er Saiten aushalten soll. Nur unter der Brücke und am Saitenhalter findet man so etwas wie einen "Sustain-Block", aber die sind ja nicht einmal richtig mit der Decke verbunden... und von Sustain kann sowieso nicht die Rede sein.

Aber genau das ist der Grund, warum man den berühmtesten Rhythmus-Gitarristen aller Zeiten bis zum Schluß mit seiner alten Gretsch sah, er brauchte ein perkussives Instrument. Sustain?... eher hinderlich.

 

MOJO-Jet   +++   Konzept

 

Und genau hier setzen die MOJO-Jets an. Ich baue diese Gitarren wie die Originale aus den 60ern: Hollow-Bodys mit einer gesperrten Ahorn-Decke, das ist die Basis für den Sound der AC/DC-Rhythmus-Gitarre. Die Instrumente sind dafür prädestiniert, über Marshalls mit wenig Gain zu spielen, um einen möglichst authentischen Rock-Rhythmus-Sound zu erreichen, wie wir das von Malcolm kennen.

 

Die MOJO-Jets übernehmen die äußeren und vor allem die inneren Maße der Duo-Jets aus den 60ern. Ich achte auf die richtigen Hölzer, verwende Knochenleim für die wichtigen Verbindungen, die Hardware wird authentisch nachproduziert, und ich besitze sogar originale Tonabnehmer-Spulen, die im MO-Tron-F Pickup zum Einsatz kommen.

Besonders der Malcolm-Fan/-Gitarrist ist bei mir goldrichtig, jede Phase seiner Gretsch kann in meiner Werkstatt nachgebaut werden. Ob rot, oder blond, Burns oder Badass, Space Control oder Schaller - das ist alles möglich...

MOJO Spacer Bridge: Keine Variante, sondern ein authentischer Nachbau der alten(!) Space Control Bridge, die wir aus den 50/60/70ern kennen. Mir gefällt sie einfach besser als die aktuelle Version von Gretsch.

Massive Messingrollen auf einem Edelstahlgewinde, gestützt durch 2 Edelstahl-Dome, höhenverstellbar durch Edelstahl-Rändelmuttern. Der Ebenholz-Fuß muss individuell an die Deckenwölbung angepasst werden.

ohne Fuß 150,- €, mit Ebenholz-Fuß 190,- €.

Das MOJO-Mal-Trem ist ein ziemlich genauer Nachbau eines alten Burns-Tremolo, nur ohne Tremolo-Funktion... hä? Ja klar, wir brauchen das auf den MOJO-Jets nur als Saitenhalter und Klangbaustein, tremolieren sollte man sowieso bleibenlassen mit diesem Dingens.

Da sowas äußerst selten einzeln im Original anzutreffen ist und dann zu allem Überfluß einen Haufen Geld kostet, haben wir beschlossen das selbst in die Hand zu nehmen. Kommt nun auf den MOJO-Jets zum Einsatz!

(by the way: auch Stevie Young hat sich so ein Mal-Trem geordert...)

Kostenpunkt 230,-€.

Ich habe mich mit alten Filtertrons ausreichend beschäftigt, unzählige Versuche und Aufnahmen gemacht, verglichen und getestet, sodass ich jetzt mit gutem Gewissen höchst authentische Pickups liefern kann.

Der MO-Tron Pickup ist ein unverschämter Nachbau von 2 verschiedenen Filtertron-Typen.

Die Version "V" ist die klassische Version mit der mageren Spulenwicklung, großer AlNiCo V Magnet (sand-cast), alles wie anno-dazumal. Die Version "F" ist die muskulöse Variante, damit kann man deutlich agressiver fahren, zu empfehlen für Sounds, die wir auf "Live at Donnington" von Malcolm hören. Hier kommen NOS Gretsch-Spulen aus den 70ern zum Einsatz(!).

MO-Tron "V": 140,- €         MO-Tron "F": 150,- €